Programm
Do /
Konzert - Tipp: Karten im Vvk sichern!
10.03.2011
frittenbude
(electro punk/D)
support: Captain Capa (electro punk/D)
frittenbude"Wir sind schwuler als Kings of Leon" Beim letzten Gastspiel von Frittenbude des Hamburger Trendlabels Audiolith hieß es schnell Ausverkauft! Wer dabei war, weiß was angesagt ist: Tanzen, tanzen, tanzen!! Die Auftritte der Band sind legendär und trotz des steigenden kommerziellen Erfolges - „Katzengold“ von Frittenbude war immerhin auf Platz 57 der deutschen Charts - sind die Künstler auf dem Boden geblieben und stellen vor allem eines immer wieder in den Fokus: Ihre Fans. Und jetzt ab der Rave!!
 
Elektropunk. Schlau, stylisch, und anstrengend. Keine introvertierte Adoleszenz aus dem vom Monitor spärlich erleuchteten Kämmerlein, sondern eine Liveband, die Songs schreibt und etwas zu sagen hat. Frittenbude macht Musik für die Gehirne und Tanzaparaturen der Hörer, mit einer ordentlichen Portion Aggression, Anarchie und Selbstzerstörung rappt und punkt man sich über Techno und Elektro-Bounce. Die Kids lieben es sich irgendwo in den Texten wieder zu fi nden, und feiern sich und die Jungs, während Gestern, Heute und Morgen verschmelzen. Dort liegt auch immer wieder der Fokus, auf den dunklen Seiten der bunten Partys: künstlich wirkende Pandabären mit blutunterlaufenen Augen treffen auf wunderschön wunderbar verstörte Mädchen, die in voll pumpenden Nächten vor sich selbst weglaufen, das ewige Spiel der Partnersuche, das immer wieder spätestens beim anbrechenden Tageslicht der Realität scheitern muss. Während weite Teile der deutschen Gesellschaft und insbesondere der Musiklandschaft sich selbst in den Schlaf wiegen, drehen drei vom Freistaat zur Unterdrückung ausgeschriebene Jungs und ihr Plüschteddy komplett durch und zeigen wo der Bartel seinen Most holt, während ihm in unerklärlicher und schier unerträglicher Art und Weise die Sonne aus dem Arsch scheint. Einschlafen mit Musik war gestern. Hier ist Popmusik für Heute mit Wachbleibgarantie. Gefallen will man damit nur dem der es sich gefallen lassen will, oder besser gesagt, demjenigen, der sich nicht zu fein ist, es sich gefallen zu lassen. Es geht um die Bewegung der Nacht, eine Kunst sich mit stroboartigem Augenzwinkern und nicht therapierbaren Anführungszeichen eine Schneise zu dreschen. Kein Spiegel unserer Zeit, vielmehr das Megaphon an deinem Ohr, die Faust im Getriebe, das Sandkorn im Auge, der kleine Teufel auf der Schulter des Engels auf der Schulter des Affens auf dem Rücken des Teufels im Genick der Gesellschaft.

Hörproben: www.myspace.com/frittenbude


support: Captain Capa
Es sind die Melodien, herrliche Melodien hinter einem minimal schiefen Wavegesang auf schnellen Beats, die das doch zuletzt etwas überstrapazierte Genre des Electropop hier in neuestem Licht erstrahlen lassen. In einer Zeit, in der ein künstlerischer Konkurrenzkampf nicht mehr über das bessere Album oder gar die bessere Single entschieden wird, sondern über den besten Refrain, sind die zwei Thüringer Jungs von Captain Capa so dermaßen vorne mit dabei, dass andere gelb vor Neid werden sollten. Die jüngeren Leser werden begeistert auf den Dancefloor tapsen, die älteren anerkennend ihre kahlen Schädel im Takt schütteln. Mit Techno hat das zwar alles nur ganz am Rande zu tun, es ist eher Hochgeschwindigkeitspop, der aber zielt direkt auf die Tanzfläche und noch weit darüber hinaus.

Hörproben: www.myspace.com/captaincapa


Vorverkauf: 13 € (zzgl. Gebühren ausser in der Kula-Bar)
Abendkasse: 16 €
Clubkarte: 12,50 €
Einlass: 20:30 Uhr
Ticket bei Reservix kaufen
Beginn: 21:00 Uhr


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