Programm
Mi /
Konzert
11.11.2009
Peter Green & Friends
(blues/UK)
Peter Green & FriendsMit "Fleetwood Mac" verkaufte er 1969 mehr Platten als die Beatles. Peter Green gilt neben Jimi Hendrix, Eric Clapton und Jimi Page als einer der besten Gitarristen der Welt. Außerdem singt er mit seiner klagenden Stimme den Blues authentischer als jeder andere Weiße. Aus seiner Feder stammt "Black Magic Woman", ein bedrohlich swingender Blues, mit dem später Carlos Santana Furore machte


Bereits im Sommer begeisterte Altmeister PETER GREEN die Fans auf seiner Clubtour. Aufgrund der großen Nachfrage legt er nun Anfang November 4 Termine nach.

1967 gründete PETER GREEN zusammen mit John McVie und Mick Fleetwood die legendären Fleetwood Mac. Ende der 70er startete er seine Solokarriere mit dem Album „In The Skies", welches sich allein in Deutschland über 200.000 Mal verkaufte. PETER GREEN ist vor allem für seine eigenständige Art Gitarre zu spielen bekannt. Beeinflusst von Muddy Waters, Freddie King und Eric Clapton entwickelte er einen eigenen Sound, der von Gitarristen „greeny" genannt wird.

Heute spielt PETER GREEN mit einer Rockband zusammen, die eine großartige Kombination aus Jugend und Erfahrung vereint: Geraint Watkins -der ebenfalls mit Bill Wyman's Rhythm Kings tourt; Matt Radford (spielt auch mit Nick Lowe), Mike Dodd, Andrew Flude und natürlich PETER GREEN selbst an der Lead Gitarre und Gesang. Das Set besteht aus einigen Mac / Green Klassikern wie auch einer Auswahl einiger von Peter favorisierten Blues Klassiker. PETER GREEN and friends, erleben sie die Bluesgitarren-Legende im November erneut live in Deutschland!


Die Karriere des Peter Greenbaum, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, beginnt 1967 bei John Mayalls Bluesbreakers, wo er als Ersatz für Eric Clapton, der gerade Cream gegründet hatte, angeheuert wird. Mit Mayall teilt der damals blutjunge Peter die Leidenschaft für den Blues und schreibt erste Songs wie "The Supernatural", die bereits andeuten, wohin die Reise gehen wird. Mayall erkennt das Genie in Green und hält ihn "für gleich gut wie Hendrix". Er freundet sich mit dem Schlagzeuger der Truppe, Mick Fleetwood, und dem Bassisten John McVie an und die drei stellen bald ihre eigene Bluesrock-Partie zusammen: Fleetwood Mac. Zunächst spielt man nur traditionelle Bluesnummern, bald aber beginnt Green, eigene Kompositionen zu schreiben und sich vom starren Zwölftakt-Schema zu lösen.

1969 ist das Jahr von Peter Greens Fleetwood Mac. Die Band verkauft mehr Platten als die Beatles und landet mit "Albatros", einer Instrumentalnummer mit kunstvoll ineinander fließenden Gitarren, einen Welthit. Green schreibt einen Hit nach dem anderen und gilt neben Jimi Hendrix, Eric Clapton und Jimi Page als einer der besten Gitarristen der Welt. Außerdem singt er mit seiner klagenden Stimme den Blues authentischer als jeder andere Weiße. Aus seiner Feder stammt "Black Magic Woman", ein bedrohlich swingender Blues, mit dem später Carlos Santana Furore machen und die Hippies dieser Erde beglücken sollte.

Live sind Fleetwood Mac zu dieser Zeit ein Ereignis. Mit drei Leadgitarren und einer brutal lauten Rhythmussektion schlagen sie dem Publikum rauen Bluesrock und ausufernde Psychedelic-Jams um die Ohren. Alle in der Band nehmen Drogen, Green vor allem LSD. Viel LSD. Sehr viel LSD. Er wird ein wenig wunderlich und läuft in bodenlangen Fummeln rum, trägt ein Kreuz und vertieft sich in christliche Mystik. Als die Band durch Deutschland tourt, wird Green in München von ein paar Freaks auf eine Drogenparty eingeladen. Dort verabreicht man dem sensiblen Gitarristen eine Überdosis Acid. Nach drei Tagen kommt er von dem Trip wieder runter und ist davon überzeugt, dass es unmoralisch ist, mit Rockmusik Geld zu verdienen. Peter legt seinen Bandkollegen nahe, doch auf allen weltlichen Besitz zu verzichten und nur mehr Gratiskonzerte zu spielen. John McVie, Mick Fleetwood und die anderen halten das nicht ganz zu unrecht für eine schlechte Idee, da sie sich gerade erst an das Leben mit Geld, Koks und Groupies gewöhnt haben, und sagen ihrem Boss, er könne ja tun, was ihm beliebe, sie würden aber ganz sicher nicht auf die Kohle verzichten. Man veröffentlicht noch die Single "The Green Manalishi", die von vielen als Loblied auf Marihuana missverstanden wird, obwohl es doch schlicht eine Kritik am schnöden Mammon ist. Es kommt schließlich zum Bruch. Green verlässt die Band und spielt mit ein paar Jazzrockern die famose Platte "The End Of The

Game" ein, ein einziger langer Jam, eine Reise in die auseinander brechende Psyche eines LSD-überfütterten Musikergehirns. Danach bricht Green endgültig zusammen und landet in der Klapsmühle. Diagnose: Schizophrenie.

Bis in die späten 70er Jahre hinein darf Peter die Segnungen der Psychiatrie genießen: Elektroschocks und Tranquilizer in rauen Mengen. In der Musikwelt machen Gerüchte die Runde, Green arbeite als Totengräber oder lebe in einem israelischen Kibbuz. Stimmt alles nicht, er sitzt als Zombie im Rohypnol-Motel. 1979 hat sich Green so weit erholt, dass er eine neue Platte aufnehmen kann. "In The Skies" ist eine wundervoll melancholische Scheibe, voll mit düsteren Songs mit wirren religiösen Texten, die von Peters unnachahmlich weinerlicher Gitarre und seinem Gesang getragen werden. Mit "Fool No More" enthält die LP den wohl depressivsten Blues, der jemals geschrieben wurde. Pure Hoffnungslosigkeit, tiefste Trauer. Es folgen sporadische Auftritte und zwei weitere, nicht besonders gelungene Soloplatten, doch Greens Seele kollabiert wieder. Ab 1982 zieht sich der scheue Musikant erneut in seine von Dämonen heimgesuchte Privathölle zurück. Er pendelt zwischen dem Krankenhaus und seiner verlausten Wohnung hin und her.

Ende er 80er Jahre starten Freunde einen neuen Versuch, dem Albatros wieder Flügel zu verleihen. Vorsichtig lockt man Green aus der Isolation, schneidet ihm die Fingernägel und drückt ihm eine Gitarre in die Hand. Er muss erst wieder lernen, wie man so ein Ding bedient. Eine kleine, feine Kapelle namens Splinter Group entsteht und Green macht wieder das, was er am liebsten tut: Er spielt und singt den Blues. Mit dieser Band veröffentlicht Peter bis Ende der 90er Jahre mehrere Platten, geht sogar wieder auf Tour und gibt Interviews.

Peter Green hatte sich nach seinem Ausstieg bei der Splinter Group und den Gastspielen mit den BBAS erneut eine mehrjährige Pause gegönnt. Er lebte sogar für einige Jahre in Schweden und nutzte seine freie Zeit z.B. für ausgiebige Angelausflüge nach Portugal. Im letzten Quartal des Jahres 2008 trat er jedoch wieder verstärkt in der Öffentlichkeit auf. Er gab renommierten englischen Musikzeitschriften Interviews, bewarb die Veröffentlichung seiner <<Anthology> mit einem Video-Clip, in dem er nur begleitet durch Percussion an der Akustik-Gitarre <<ALBATROSS>> sowie <<BLUES DON´T CHANGE>> vortrug und nahm an den Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen des <<Classic Rock-Magazines>> teil, das ihm durch den Laudator Gary Moore eine Auszeichnung für sein Schaffen als Songwriter verlieh.


und nun 2009 wurden dann Tour-Termine publik. Green & Band waren für mehrere Auftritte in Belgien, in Holland sowie in Deutschland gebucht worden und zu sehen ist er nun auch bei uns im KULA.

 

deutsche Fansite

Hörbeispiele

myspace

 

 


Vorverkauf: 25 € (zzgl. Gebühren ausser in der Kula-Bar)
Abendkasse: 29 €
Clubkarte: 23 €
Einlass: 20:30 Uhr
Ticket bei Reservix kaufen
Beginn: 21:00 Uhr


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